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Starker Rückgang bei Darmkrebs

Seit 2002 bieten die gesetzlichen Krankenkassen die Darmspiegelung als Screening-Untersuchung an, um Darmkrebs und seine Vorstufen frühzeitig zu entdecken. Dadurch konnten die Zahl der Neuerkrankungen gesenkt und die Heilungschancen verbessert werden.
Annette Immel-Sehr
12.05.2021  12:30 Uhr

Eine Studie aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zeigt: Von 2000 bis 2016 ging die Neuerkrankungsrate von Darmkrebs bei beiden Geschlechtern um knapp ein Viertel zurück. Noch deutlicher war die Abnahme der Sterblichkeitsrate: Zwischen 2000 und 2018 sank sie bei Männern um 36 Prozent, bei Frauen sogar um 41 Prozent.

Am stärksten fiel die Zahl der Karzinome des Enddarms und des unteren Darmabschnitts. Für Tumoren des oberen Darmabschnitts beobachteten die Forscher kaum einen Rückgang. Jedoch wurden diese früher erkannt, das heißt, in einem besser heilbaren Stadium.

Noch immer erkranken in Deutschland jedes Jahr fast 60.000 Menschen an Darmkrebs; fast 25.000 sterben daran. »Wir müssen dringend die Einladungsverfahren zur Darmkrebs-Vorsorge verbessern, um deutlich mehr Menschen zu motivieren, die Chance zur Krebsprävention zu ergreifen«, appelliert Professor Dr. Hermann Brenner vom DKFZ. Er ist überzeugt, dass sich die Zahlen so innerhalb der nächsten zehn Jahre halbieren ließen.

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