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Streaming-Zeiten schnellen in die Höhe

Was Eltern Corona-bedingt täglich erleben, bestätigt jetzt eine Studie schwarz auf weiß: Die Bildschirmzeiten ihrer Kinder explodieren – auch wegen der Möglichkeiten des Streamens von Filmen. 
Annette Immel-Sehr
22.03.2022  14:00 Uhr

Die täglichen Streaming-Zeiten bei Kindern und Jugendlichen sind in der Pandemie um 45 Prozent gestiegen. Dies ist das Ergebnis einer Sonderanalyse der Mediensucht-Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), bei der repräsentativ bundesweit 1200 Kinder und Jugendliche zu ihrem Streaming-Verhalten befragt wurden.

Laut Studie gaben 45 Prozent der Befragten im Mai 2021 an, in den zurückliegenden sechs Monaten täglich Streaming-Plattformen genutzt zu haben. Zum Vergleich: Eine tägliche Gaming-Nutzung berichteten 39 Prozent; Social Media lag bei 59 Prozent. Unter der Woche verbrachten Kinder und Jugendliche im Schnitt knapp 3 Stunden täglich auf Streaming-Plattformen. Am Wochenende streamten sie durchschnittlich mehr als 4 Stunden pro Nutzungstag, ein Drittel der Befragten sogar länger als 5 Stunden. Laut DAK-Studie gab es zwischen Jungen und Mädchen praktisch keine Unterschiede. Beunruhigend finden die Forschenden, dass viele Kinder und Jugendliche bestätigten, die Kontrolle über die Nutzungszeiten zu verlieren und deshalb andere Aufgaben und Interessen zu vernachlässigen.

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