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Komplexes Geschehen

Therapie bei Lungenhochdruck

Herzfehler als einen Auslöser aus der Klasse 2 kann eine Operation beheben. Patienten, die unter einer Form der Klasse CTEPH leiden, kann ebenfalls oft geholfen werden. »Spezielle Operationen können diesen Patienten eine dauerhafte Heilung ermöglichen«, erklärt der Pneumologe. Riociguat ist als pharmakotherapeutische Option zugelassen, wenn die Krankheit nicht operabel ist.

»Gegen die häufigsten Formen der PH bei Linksherzerkrankung oder Lungenerkrankungen stehen uns leider zurzeit noch keine zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung zu Verfügung«, sagt Neurohr. »Wesentlich für die Behandlung ist die adäquate Therapie der Grunderkrankung. Zudem sollten Ärzte die Symptome der Patienten lindern.«

Insgesamt hat sich dank moderner Therapien die Prognose in den letzten Jahren verbessert. Die Behandlungsaussichten sind aber weiterhin individuell verschieden und hängen unter anderem von der Ursache des Lungenhochdrucks, dem Krankheitsstadium zum Zeitpunkt der Diagnose und der Funktion des rechten Herzens ab.

Alltag bewältigen

Vor allem die verminderte körperliche Belastbarkeit ist eine Herausforderung für Betroffene. Der Besuch von Selbsthilfegruppen kann helfen. Die PTA kann eine Liste mit geeigneten Selbsthilfegruppen anbieten und die Patienten auffordern, notfalls auch psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Alltag können Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga oder Autogenes Training helfen. Entsprechende Kurse bieten viele Volkshochschulen an. Nicht selten schränkt Tagesmüdigkeit die Aktivität ein. Hier ist es ratsam, ein Tagebuch zu schreiben, in dem Betroffene festhalten, wann und nach welchen Auslösern sie tagsüber besonders müde sind. Eine Vorlage für ein solches Tagebuch können Patienten online bestellen.

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