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Herz-Kreislauf-Mitteln

Therapietreue fördern

Einfache Erklärungen können die Therpietreue bei der Einnahme von blutdrucksenkenden Arzneimitteln fördern. Das ist besonders bei Patienten, die mehrere Medikamente einnehmen müssen sinnvoll. 
Hanke Huber/Isabel Weinert
19.02.2019
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»Wenn Patienten im Rahmen einer Kombi-Therapie ­mehrere Wirkstoffe erhalten und jeder damit erklärt wird, dass er den Blutdruck senkt, könnte man sehr leicht versucht sein, die Mengen zu reduzieren«, erklärte Apothekerin Hiltrud von der Gathen auf dem Pharmacon in Schladming, Österreich. Mit ernsten Folgen für die Gesundheit.

Kurze, verständliche Merksätze über Wirkung und Nutzen von Herz-Kreislauf-Mitteln könnten motivieren, die Präparate wie verschrieben einzunehmen, sagte auch Apotheker Steffen Schmidt in Schladming. Hier helfe es, wenn der Patient nicht nur die Wirkung ­kenne, sondern auch etwas über den Nutzen der sich ­ergänzenden Substanzen wisse.

Folgende Erklärungen seien für Patienten verständlich:

  • ACE-Hemmer/Sartane: Hier könne man sagen, dass die Arznei wie ein Schutzschirm vor körpereigenen Stoffen wirkt, die den Blutdruck erhöhen.
  • Calcium-Kanal-Blocker: Hierbei handelt es sich um Mittel­, die Blutgefäße erweitern. Dadurch wird das Herz geschont, weil es nicht mehr so kräftig pumpen muss.
  • Betablocker: Diese sind mit einer Wärmeschutz­dämmung für das Haus vergleichbar: Das Herz zeigt bei Verbrauch von weniger Energie eine bessere Leistung.
  • Diuretika: Bei den von vielen Patienten als »Wasser­tablette« bezeichneten Mitteln heiße es häufig schlicht, dass sie entwässern. Betroffene sollten aber auch wissen, dass die Arznei die Wassermenge, die im Körper zirkuliert, reguliert und dadurch das Herz zuverlässig entlastet.
  • Statine: Die Arzneimittel kontrollieren die Bildung und Verwertung von Cholesterin und schützen so die ­Gefäße.

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