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Tipps für Facebook in der Apotheke

Wie wichtig ist Social Media eigentlich für Gesundheitsthemen und -produkte und damit für Apotheken? Sehr wichtig, sagt Christine Wedl, Client Partner Pharma DACH, in ihrem Vortrag bei der Expopharm Impuls. Laut einer Umfrage suche etwa ein Drittel der Befragten auf Sozialen Medien nach Gesundheitsthemen. Eine von vier Personen sage zudem, dass sie auf Soziale Medien wie Facebook vertraue, wenn es um gesundheitliche Entscheidungen gehe.
Katja Egermeier
09.10.2020  15:30 Uhr

Facebook begleitet uns auf Schritt und Tritt: Bis zu 53-mal schaue ein Mensch im Durchschnitt am Tag auf sein Smartphone, erklärt Wedl. Man könne Kunden und Patienten also durchaus über diesen Kanal erreichen. Social-Media-Aktivitäten sind aus ihrer Sicht deshalb spannend für Apothekenkunden, da sie Informationen über den Alltag hinaus lieferten. Das sei auch durchaus für den Abverkauf in Apotheken relevant.

Dreimal Facebook

Es gebe drei Möglichkeiten für Apotheken, Facebook zu nutzen, so die Expertin: Über eine Facebook-Seite, Facebook-Gruppen und über Werbeanzeigen auf Facebook. Die Facebook-Page könne als Anlaufstelle für die Patienten dienen und durchaus auch als Alternative zu einer Website genutzt werden. Sie enthalte in der Regel Öffnungszeiten, Adresse, Feedback und eventuell Fotos vom Team und vom Gebäude.

Facebook-Gruppen gibt es nach Aussage von Wedl viele im Gesundheitsbereich. Eine Apotheke habe hier zwei Möglichkeiten, diese zu nutzen: sie könne einer beitreten und dort als Experte auftreten oder selbst eine Gruppe gründen und dort die Kommunikation mit den Kunden für sich nutzen.

Der Vorteil von Anzeigen auf Facebook und Instagram sei, dass diese bundesweit oder gezielt geschaltet und ausgespielt werden können. Das sei sehr effizient, da wenige Streuverluste entstehen und genau die richtige Zielgruppe erreichten werden könne, so Wedl. Auch ein Vorteil: Die Möglichkeit, kurzfristig und anlassbezogen, zum Beispiel zur Erkältungszeit, die passende Anzeigen zu schalten. Rezeptfreie Arzneimittel könnten im Übrigen frei beworben, wenn auch nicht auf der Plattform direkt verkauft werden.

Eine Kampagne auf Facebook starten

Besonders starke Absatzeffekte erzielen laut Wedl Video-Kampagnen auf Facebook und Instagram – für stationäre wie für Versandapotheken. Eine solche Kampagne habe die Optimierung auf Reichweite oder der Markenbekanntheit zum Ziel, laufe 6 bis 8 Wochen, spreche eine breite Zielgruppe an.

Wedl betont diesbezüglich einen nicht zu unterschätzenden Erfolgsfaktor: die Online-Kampagne sollte unbedingt mobil optimiert, also auf mobile Endgeräte wie Smartphones zugeschnitten sein. Das bedeutet im Einzelnen: 

  • ein vertikales Format wählen
  • ohne Ton, dafür mit Typopgrafie auführen
  • auf eine frühe Positionierung der Marke und der Werbeaussage achten
  • die Anwendung des Produktes aufzeigen
  • Emotionalität und Funktionalität in Einklag bringen
  • einen klaren Hinweis zum Kauf, wie z.B. »Jetzt in Ihrer Apotheke!« platzieren

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