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Coronavirus

Totimpfstoff von Valneva zur Zulassung empfohlen

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für die Zulassung des Covid-19-Impfstoffs des französischen Pharmakonzerns Valneva für den EU-Markt gegeben. Es handelt sich um einen inaktivierten Ganzvirus-Impfstoff gegen Covid-19.
dpa
24.06.2022  10:04 Uhr

Das Präparat solle vorerst für Menschen von 18 bis 50 Jahre zugelassen werden, teilte die EMA mit. Offiziell muss nun noch die EU-Kommission zustimmen, das aber gilt als Formsache. Dies wird der sechste Impfstoff gegen SARS-CoV-2 in der EU. Die EMA-Experten hatten bereits seit Dezember alle Daten aus Studien und Versuchen zu dem Impfstoff mit dem offiziellen Namen VLA2001 geprüft. Im April war er in Großbritannien zugelassen worden. VLA2001 wird in zwei Dosen verabreicht. Das Präparat enthält dafür inaktivierte, also vermehrungsunfähige SARS-Coronaviren-2 des Ursprungsstamms. Diese können nicht zu einer Infektion und Krankheit führen, sie kurbeln aber die Bildung von Antistoffen an.

Nach einer eingehenden Prüfung entschieden die Experten, dass die Daten zu dem Impfstoff solide seien und die EU-Kriterien zu Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität erfüllten. Da es bisher zu wenig Daten zur Wirkung bei Menschen älter als 50 Jahre gebe, soll das Präparat vorerst auch nur bis zu diesem Alter zugelassen werden. Wie wirksam der Impfstoff gegen die Omikron-Variante des Virus ist, konnten die Experten der EMA zufolge noch nicht feststellen. Mögliche Nebenwirkungen wurden als vorwiegend mild und kurzfristig beschrieben. Dazu gehörten Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen und Übelkeit.

Nuvaxovid-Impfstoff schon ab 12 Jahre

Eine weitere Empfehlung der EMA: Die Erweiterung der Zulassung des Covid-19-Impfstoffs von Novavax (Nuvaxovid). Damit können künftig auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre mit der Vakzine geimpft werden. Der Impfstoff ist in der EU bereits für Personen ab 18 Jahre zugelassen. Der Novavax-Impfstoff wird auch bei Jugendlichen in zwei Dosen gespritzt, im Abstand von etwa drei Wochen. Er hat den Studien zufolge einen Infektionsschutz von etwa 80 Prozent. Wie stark er allerdings bei der sehr ansteckenden Omikron-Variante wirkt, ist unklar.

Eine Versuchsreihe mit etwa 2200 12- bis 17-Jährigen ergab nach Angaben der EMA, dass der Impfstoff ebenso stark wirksam ist wie bei Menschen von 18 bis 25 Jahre. Nebenwirkungen seien in den meisten Fällen milde: Darunter sind Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit und Schmerzen an der Einstichstelle. Fieber trete bei Jugendliche aber etwa häufiger auf als bei Erwachsenen. Aber auch dies halte höchstens einige Tage an. Das Präparat enthält winzige Partikel aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von SARS-CoV-2. Sie sollen dafür sorgen, dass der Köper selbst die Produktion von Antikörpern und T-Zellen gegen das Virus ankurbelt.

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