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Sturzprophylaxe

Training wirkt in jedem Alter

Zu den extrinsischen Faktoren, also den Sturzursachen in der Umgebung des Betroffenen, gehören Stolperfallen in der Wohnung wie Teppichfalten, Schwellen oder ungünstig stehende Möbel. Die PTA kann raten, mit einem Spezialisten, etwa einem Ergotherapeuten, den Wohnraum zu prüfen und kritische Stellen abzusichern. Ungeeignete Sehhilfen, zu lange, über den Boden schleifende Kleidung, schlechtsitzendes Schuhwerk oder offene Schuhe machen Senioren ebenfalls gangunsicher. Mit passender Ausrüstung hingegen fühlen sie sich auch außer Haus wohler. Selbst Schnee und Eis müssen nicht vom Spaziergang abhalten: Schneeketten oder Spikes für die Schuhe verhindern, gleich ins Rutschen zu kommen.

Hilfsmittel wie Protektoren für Hüfte und Kopf federn die Folgen eines Sturzes ab und können oft das Schlimmste verhindern. Haltegriffe in Bad und Toilette oder auch im Flur geben Senioren das gute Gefühl, im Notfall Halt zu finden. Duschstuhl, Badewannenlift oder Toilettenstuhl ermöglichen es, der Körperpflege besser nachkommen zu können, Gehhilfen oder Rollatoren können im Alltag den Bewegungsradius vergrößern.

Bei der Beratung sollte die PTA auch darauf hinweisen, dass Mangelernährung bestehende Probleme wie einen Verlust an Muskelmasse oder Knochendichte verstärken kann. Neben einer ausreichend großen Nahrungsaufnahme ist auch darauf zu achten, dass ältere Menschen mit Mikronährstoffen wie Calcium, Magnesium, Eisen oder wertvollen Vitaminen versorgt sind. Sinnvoll ist eine Blutuntersuchung, um mögliche Mängel zu erkennen und gezielt mit Supplementen zu behandeln. 

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