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Sport bei Hitze

Trainings-Tipps für heiße Sommertage

Auch bei hohen Außentemperaturen möchten viele nicht auf ihr Sportprogramm verzichten, zumal Bewegung im Freien im Sommer besonders viel Spaß macht. Es ist jedoch auch anstrengender, denn für Herz und Kreislauf bedeutet Sport bei großer Hitze Schwerarbeit. Wie Training im Hochsommer nicht zur Gesundheitsgefahr wird, weiß unter anderem der Hessische Apothekerverband (HAV).
Katja Egermeier
20.08.2021  16:00 Uhr

Ob im Hochsommer Sport im Freien betrieben werden kann, sollte einerseits von den äußeren Faktoren wie der Intensität der Sonneneinstrahlung, der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und Ozonkonzentration abhängig gemacht werden. Auf der anderen Seite sollten jedoch auch individuelle Faktoren berücksichtigt werden, wie etwa der eigene Trainings- und Gesundheitszustand und wie gut der Sportler an hohe Temperaturen angepasst ist.

  • Nutzen Sie daher die kühlen Morgenstunden , wenn die Luft noch frisch ist und meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, Schwüle und hohen Ozongehalt.

    Das Problem bei Ozon: Die Aufnahme des Gases über die Schleimhäute des Atemtraktes und die Bindehaut der Augen kann Schleimhaut-Reizungen, eine ­Verschlechterung der Lungenfunktion, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Konzentrationsschwäche auslösen. Beschwerden treten umso wahrscheinlicher auf, je höher die Ozonkonzentration in der Luft ist, je länger man sich dem Ozon aussetzt und je höher das Atemvolumen ist. Im Tagesverlauf treten die höchsten Ozonkonzentrationen am Nachmittag zwischen 14 und ­17 Uhr auf.

  • Trainieren Sie bevorzugt im Schatten, trage Sie leichte, helle Sportbekleidung und schützen Sie Ihre Haut mit einer Sonnencreme mit hohem UV-Filter sowie Ihre Augen mit einer Sonnenbrille.

  • Füllen Sie die Wasserspeicher Ihres Körpers, indem Sie schon einige Zeit vor dem Training mit dem Trinken beginnen. Damit unterstützen Sie ihr körpereigenes Kühlsystem, die Haut. Wer länger als eine halbe bis dreiviertel Stunde trainiert, sollte Wasser und Mineralien auch während des Trainings auffüllen, rät Lutz Mohr, Vorstandsmitglied des HAV.

  • Achten Sie auf eine vollwertige, vitamin- und mineralienreiche Ernährung – doch essen Sie nicht unmittelbar vor dem Training.

  • Gönnen Sie dem Körper nach dem Training eine Viertelstunde Pause zum Nachschwitzen. Lutz: »Das rasche Abkühlen durch eine kalte Dusche vermindert den Trainingseffekt und kann im schlimmsten Fall zu Herzrhythmusstörungen führen.«

  • Duschen Sie lauwarm. Eiskaltes Wasser könnte einen Kälteschock auslösen.

  • Treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe oder Herzrasen auf, sollte das Training sofort abgebrochen werden. Setzen Sie sich in den Schatten, kühlen Sie sich ab und trinken Sie etwas Wasser. Brausepulver mit Magnesium und weiteren Mineralstoffen aus der Apotheke kann bei der Regeneration helfen.

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