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Stresstest für zu Hause

… und ich sage dir, wie gestresst du bist

Den Stresspegel ganz einfach selbst messen – zu Hause, zwischendurch, anhand von Speichel, Schweiß, Urin oder Blut? Einem solchen Testverfahren sind Forscher der Universität in Cincinnati, USA, nun einen Schritt nähergekommen. Sie berichten darüber in der Fachzeitschrift »American Chemical Society«.
Katja Egermeier
06.06.2019
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Ein Forscherteam um Professor Andrew Steckl hat demnach einen Test entwickelt, der Stresshormone in einem Tropfen Körperflüssigkeit mittels UV-Licht messen kann. Das Besondere daran sei, dass er an verschiedenen Körperflüssigkeiten angewendet werden könne, erklärt Steckl. Es messe zudem nicht nur einen Stressbiomarker, sondern mehrere – in erster Linie Cortisol, Serotonin, Dopamin, Noradrenalin und Neuropeptid Y.

»Ich wollte etwas, das einfach und leicht zu interpretieren ist«, sagt Steckl. Labortests zu ersetzen, sei nicht das Ziel gewesen. »Man erhält hiermit vielleicht nicht alle Informationen, bekommt aber einen Überblick, ob man einen Experten aufsuchen sollte.« 

»Stress schadet uns in vielerlei Hinsicht«, erklärt Prajokta Ray, Erstautorin der Studie. Viele körperliche Beschwerden wie Diabetes, Bluthochdruck und neurologische oder psychische Störungen ließen sich auf Stress zurückführen. Deshalb sei es das Ziel der Forscher gewesen, einen Test zu entwickeln, der günstig, einfach und effektiv ist und Stresshormone in niedrigen Konzentrationen nachweisen könne, so Ray.

»Dieser Test hat das Potenzial, ein großer Erfolg zu werden«. Die Forscher hoffen nun, ihr Testverfahren in ein einfaches Gerät verwandeln zu können, mit dem Patienten die Möglichkeit haben, zu Hause ihre Gesundheit zu überwachen.

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