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OTC-Beratungscheck

Uzara-Wurzel

Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu einem ausgewählten OTC-Präparat für die Beratung übersichtlich zusammen. Diesmal: Uzara-Wurzel
Angela Kalisch
06.05.2019
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Arzneistoffgruppe

  • Antidiarrhoikum

Präparate

  • Beispiele: Uzara ® 40 mg Tabletten, Uzara ® 40 mg/ml, Uzara ® Saft alkoholfrei 7,56 mg/ml

Indikation

  • Behandlung von unspezifischen akuten Durchfallerkrankungen

Dosierung/Anwendung

  • Am ersten Behandlungstag einmalige Gabe von 200 mg Trockenextrakt (entspricht 5 überzogenen Tabletten oder 5 ml Saft).
  • danach 3 bis 6 x täglich je eine überzogene Tablette/ 1 ml Saft (entsprechen 40 mg Trockenextrakt) einnehmen
  • Achtung: Beim alkoholfreien Präparat beträgt Dosis am ersten Behandlungstag 25 ml, an den darauffolgenden Tagen 3 bis 6 x täglich je 5 ml.
  • Die Einnahme erfolgt unabhängig von den Mahlzeiten.
  • Die Anwendung sollte bis zum Abklingen der Symptome fortgesetzt werden. Maximale Behandlungsdauer: 7 Tage
  • Saft vor Gebrauch gut schütteln.

Kontraindikationen/Warnhinweise

  • Nicht bei Störungen des Salzhaushaltes (Hypomagnesiämie, Hypokaliämie) sowie bei gleichzeitiger Einnahme von Digitalis-Glykosiden (Digitoxin und Digoxin)
  • Bei Erregungsleitungsstörung am Herzen Einnahme nur nach Rücksprache mit dem Arzt
  • Bei einer Überdosierung treten kardiotoxische Symptome einer Digitalis-Vergiftung auf

Nebenwirkungen

Gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen

Wechselwirkungen

Uzarawurzel-Extrakte können den Elektrolythaushalt beeinflussen und wechselwirken daher mit Diuretika. Sie können bei gleichzeitiger Gabe von Chinidin dessen herzwirksame Wirkung steigern und Nebenwirkungen am Herzen wie Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Bei Einnahme von herzwirksamen Medikamenten sollte daher Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Das Arzneimittel sollte nach derzeitigem Kenntnisstand nicht in der Schwangerschaft angewendet werden. Von einer Einnahme während der Stillzeit wird abgeraten.

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