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Phytotherapie

Viele setzen bei Reizdarm auf Pflanzenkraft

Multimodale Therapieansätze hebt auch die derzeit in Überarbeitung befindliche S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des RDS der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) als zielführend hervor. In den letzten Jahren, so der Berufsverband der Gastroenterologen, seien viele neue Erkenntnisse, unter anderem zur Bedeutung der sogenannten Darm-Hirn-Achse oder des Mikrobioms, gewonnen worden. Demgemäß seien wichtige Neuerungen aufgenommen worden.

Neben der Empfehlung von Probiotika als feste Therapieoption sowie der sogenannten Low-FODMAP-Diät, bei der Lebensmittel mit fermentierbaren Oligosacchariden, Disacchariden, Monosacchariden und Polyolen vermieden werden sollten, umfassen diese Neuerungen unter anderem Vorschläge zur medikamentösen symptomorientierten Therapie mit – wenn indiziert – spezifischen Wirkstoffen wie Colesevalam und Eluxadolin bei Durchfall beziehungsweise Makrogol oder aber Prucaloprid und Linaclotid bei Verstopfung.

Bei Schmerzen könnte der Einsatz von Spasmolytika und hier speziell auch von Pfefferminzöl-Extrakten, bei psychischer Begleitsymptomatik die Applikation Trizyklischer Antidepressiva (TZA) oder Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) in Erwägung gezogen werden. Die neue Leitlinie steht kurz vor der Veröffentlichung.

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