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Giftinformation

Vorsicht bei bitteren Kürbissen!

Bitter schmeckende Kürbisse sollten nicht verzehrt werden. Darauf weist das Giftinformationszentrum Nord hin.
Elke Wolf
18.09.2020  10:00 Uhr

Der darmschädigende Bitterstoff Cucurbitacin könnte sonst schwere Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen.

Für gewöhnlich enthalten nur Zierkürbisse höhere Mengen an giftigem Cucurbitacin, essbare Sorten durch Kreuzung kaum noch. Doch wenn im Hobby-Garten Zierkürbisse und Speisekürbisse nebeneinander angebaut werden, steigt die Wahrscheinlichkeit der unbeabsichtigten Kreuzung. In seltenen Fällen könnten auch spontane Rückmutationen von bereits mutierten Züchtungen dazu führen, dass die Nachkommen wieder mehr der giftigen Bitterstoffe enthalten, teilt das Giftinformationszentrum mit. Im Übrigen können auch Zucchini, da ebenfalls zur Familie der Cucurbitaceae gehörend, in Spuren Cucurbitacine enthalten. In heißen Sommern können diese besonders konzentriert vorliegen.

Um eine Vergiftung zu vermeiden, raten die Gift-Experten, Kürbisse aus dem eigenen Anbau schon vor der Zubereitung roh zu probieren: Schmeckt er stark bitter, sollte das Probierstück wieder ausgespuckt und der Kürbis nicht gegessen werden. Auch bereits zubereitete bitter schmeckende Kürbisgerichte sollten nicht verzehrt werden.

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