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Tabletten

Was beim Schlucken hilft

Tabletten herunterzubekommen, bereitet etlichen Menschen Qualen. Wie es einfach geht, erklärte Professor Dr. Werner Weitschies vom Institut für Pharmazie der Uni Greifswald beim Fortbildungskongress des Sächsischen Apothekertags in Chemnitz.
Isabel Weinert
10.05.2019
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Der Technologe empfiehlt zwei Techniken, die die Einnahme von Tabletten und Kapseln erleichtern:

Pop-Bottle-Methode: Bei der sogenannten Tabletten-Flaschen-Methode füllt man eine elastische Kunststoffflasche mit Wasser, legt die Tablette auf die Zunge und setzt die Flasche so an den Mund, dass die Lippen die Flaschenöffnung fest umschließen. Dann trinkt man mithilfe von Saugbewegungen aus der Flasche und schluckt sofort die Tablette und das Wasser. Keine Luft einströmen lassen, die PET-Flasche muss sich beim Trinken zusammenziehen.

Vorwärts-Neige-Technik: Viele Menschen neigen den Kopf instinktiv nach hinten, wenn sie eine Tablette oder Kapsel herunterschlucken. Andersherum funktioniert es aber viel besser. Für diese Methode wird die Kapsel auf die Zunge gelegt, ein mittelgroßer Schluck Wasser genommen und dieser zunächst im Mund behalten. Jetzt den Kopf nach vorne neigen und das Medikament und Wasser schlucken. Diese Methode eignet sich vor allem für Kapseln. Damit die Tabletten und Kapseln nicht in der Speiseröhre hängenbleiben, ist es ratsam, sie mit viel Wasser einzunehmen: mindestens 50 ml sollten es sein, besser aber 250 ml. Letzteres entspricht einer großen Tasse Wasser.

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