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Erst Vektor, dann mRNA

Was bisher zum Impfstoffwechsel bekannt ist

Immunschutz

Wie gut die Immunreaktionen bei den heterologen im Vergleich zu den homologen Impfsystemen ist, wurde in dieser Studie noch nicht ausgewertet. Die Daten hierzu werden im Juni erwartet. Auch die Ergebnisse zu dem längeren Impfabstand von zwölf Wochen und zu der Erweiterung der Com-Cov-Studie um die zwei zusätzlichen Impfstoffe stehen noch aus. Es bleibt daher abzuwarten, ob die verstärkten Nebenwirkungen auch mit einem guten Immunschutz belohnt werden. 

Erste Daten aus Tierversuchen legen aber nahe, dass ein heterologes Impfsystem einen guten Schutz induziert. So zeigte eine im März veröffentlichte Studie an Mäusen, dass eine Prime-Dosis mit einer Adenovirus-Vektorvakzine gefolgt von einem mRNA-Impfstoff als Booster höhere Titer neutralisierender Antikörper induzierte als ein homologes Impfschema. Das berichtete ein Forscherteam von der chinesischen Arzneimittelbehörde in Pekingim Journal »Emerging Microbes & Infections«. Auch die Th1-basierte T-Zell-Antwort fiel bei einem heterologen System besser aus. Allerdings untersuchten die Wissenschaftler Covid-19-Impfstoffe, die in China entwickelt wurden, und keine in der EU zugelassenen Vakzinen.

Auf einen ähnlichen Trend deuten auch Zwischenergebnisse der spanischen Studie CombivacS zu kombinierten Impfungen hin. Demnach stiegen die Antikörpertiter nach Verabreichung der heterologen Booster-Dosis um ein Vielfaches an und deuten wohl auf einen guten Schutz durch die Impfstoffkombination hin. Die Ergebnisse wurden noch nicht in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert, sondern bislang lediglich über eine Mitteilung des federführenden Forschungsinstituts bekannt gemacht.

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