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Kurzsichtigkeit

Was bringt der Dunkelmodus auf Handy und Tablet?

Weiß auf schwarz statt schwarz auf weiß – mit dem Dunkelmodus, dem sogenannten Dark Mode, wollen Smartphone-Hersteller die Augen der Nutzer schonen. Die positive Wirkung der invertierten Anzeige auf die Sehkraft stellt eine Oberärztin der Augenklinik des Universitätsklinikums Münster (UKM) jedoch infrage.
Katja Egermeier
16.12.2019  16:00 Uhr

Sicher sei sich die Medizin, dass die häufige Nutzung von Smartphones und Tablets durch den geringen Abstand zum Auge Kurzsichtigkeit verursacht . Dass das der Dark Mode verhindert, der inzwischen von fast allen neuen Betriebssystemen für Smartphones und Tablets angeboten wird, bezweifelt Dr. Natasa Mihailovic vom UKM in einer Pressemitteilung.

Es gibt nach Angaben der Ärztin keinerlei wissenschaftliche Belege, die zeigen, dass ein invertierter Kontrast die Augen schont. Zwar existiere eine Studie, die gezeigt habe, dass weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund eventuell das Fortschreiten einer Kurzsichtigkeit hemmen könnte. »Diesbezüglich fehlen jedoch Studien, die das verfolgt haben und auch belegen.«

Dagegen habe in verschiedenen Studien gezeigt werden können, dass insbesondere der Aufenthalt im Freien bei Tageslicht das Fortschreiten einer Kurzsichtigkeit hemmen kann. »Dabei reichen schon 40 Minuten pro Tag, um das Fortschreiten um 20 Prozent zu senken.« Wer es schaffe, sich zwei Stunden am Tag im Freien aufzuhalten, könne sogar das Risiko sogar um die Hälfte senken.

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