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Energie-Snacks im Visier

Was eignet sich für den Hunger zwischendurch?

Den Hunger zwischendurch stillen, ohne dabei zum Schokoriegel greifen zu müssen: Im Handel gibt es immer mehr Snacks, die damit werben, eine gesündere Alternative zu sein. Das Sortiment reicht von Protein- und Müsliriegeln über Fruchtschnitten bis hin zu Energyballs. Basis der Produkte sind oft Datteln, Nüsse, Mandeln oder Trockenfrüchte, in einigen steckt Proteinpulver. Wie empfehlenswert sind diese Snacks?
dpa
09.08.2022  11:00 Uhr
Was eignet sich für den Hunger zwischendurch?

Ernährungsexpertinnen wie Rita Rausch von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz sind eher skeptisch: »Die Bandbreite aller Snacks ist groß, viele sind allerdings eher eine Süßigkeit als ein gesunder Snack«, sagt Rausch.

Auch Dattel-Snacks enthalten viel Zucker

Grund sei der vielfach hohe Zuckergehalt der Produkte. Das gelte etwa für Fruchtschnitten oder für Müsliriegel. Teils steckten in einem Riegel 12 Gramm Zucker – das entspricht vier Stücke Würfelzucker. Manchmal ist es sogar mehr. Nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte man täglich nicht mehr als maximal 50 Gramm Zucker zu sich nehmen. »Wer also etwa einen Müsliriegel isst, hat schon einen guten Teil der täglichen Zuckermenge verzehrt«, sagt Rita Rausch.

Übrigens: Das gilt auch dann, wenn den Produkten kein Zucker zugesetzt wurde. Denn auch Zutaten wie Datteln, Trockenfrüchte, Reissirup oder Honig wirken sich auf die Zuckerbilanz der Produkte aus.

Ballaststoffe halten lange satt

Immerhin: Einige Snacks wie Müsliriegel punkten mit einem vergleichsweise hohen Ballaststoffanteil, was länger satt hält. »Negativ zu Buche schlagen wiederum bei vielen Snacks neben dem Zucker- auch ein hoher Fettanteil sowie zugesetzte Aromen«, sagt Rausch. Was aber nicht heißt, dass alle Snacks, die im Handel erhältlich sind, unter dem Gesichtspunkt einer gesunden Ernährung schlecht sind. Am Ende hängt es vom einzelnen Produkt ab. Das schaut man sich am besten genauer an, bevor es in den Einkaufskorb und später in den Rucksack für unterwegs wandert.

Die Kemptener Ernährungsberaterin Elke Binder rät daher zum kritischen Blick auf die Zutatenliste. Dabei könne es helfen, die Angaben verschiedener Produkte miteinander zu vergleichen. Wie viel Zucker steckt drin? Wie viel Fett? Wie lang sind die Zutatenlisten insgesamt? So bekommt man ein Gefühl dafür, welcher Snack in Sachen Nährwerte besser abschneidet.

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