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Koffein, Alkohol, Nikotin

Was unseren Schlaf wirklich stört

Bei Schlafstörungen werden gerne schnell Koffein, Alkohol oder Nikotin als Schuldige festgemacht. Doch stimmt das wirklich? Forscher haben nun die bislang nur schlecht erforschten Auswirkungen dieser Genussmittel auf die Schlafqualität untersucht und ihre Ergebnisse im Fachjournal «Sleep» veröffentlicht.
PTA-Forum/Aponet
14.08.2019
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Mit Hilfe von Aktivitätssensoren und Schlaftagebüchern untersuchten die Forscher in der »Jackson Heart Sleep Study« Zusammenhänge zwischen dem abendlichen Konsum von Alkohol, Koffein sowie Nikotin und der Schlafdauer, der Schlafqualität und nächtlichem Aufwachen. An der Studie nahmen 785 Personen teil und zeichneten insgesamt 5.164 Tage auf.

Die Ergebnisse dürften vor allem Kaffeetrinkern entgegenkommen: Die Wissenschaftler fanden keinen Zusammenhang zwischen gestörtem Schlaf und dem Konsum von Koffein innerhalb von vier Stunden vor dem Zubettgehen. Sie machten jedoch darauf aufmerksam, dass die Dosierung des Koffeins sowie die individuellen Unterschiede in der Koffeinsensitivität und -toleranz nicht gemessen werden konnten.

Anders sah das Ergebnis bei Nikotin- und Alkoholkonsum aus. Wer einen dieser Stoffe innerhalb von vier Stunden vor dem Schlafengehen konsumierte, schlief schlechter. Ein weiterer Grund mit dem Rauchen aufzuhören: Nikotin wurde am stärksten mit Schlafstörungen in Verbindung gebracht. Bei Teilnehmern mit Schlafproblemen war der abendliche Nikotinkonsum mit einer durchschnittlich 42,47 Minuten kürzeren Schlafdauer verbunden.

Die neue Studie ist eine der bislang größten Untersuchungen zu den Auswirkungen eines abendlichen Konsums von Alkohol, Koffein und Nikotin auf den Schlaf in natürlicher Umgebung. Schlaflosigkeit kann eine Reihe von gesundheitlichen Folgen haben, darunter Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und sogar bestimmte Krebsarten.

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