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Hilfe für junge Mädchen

Was während der Periode normal ist – und was nicht

Sind die Abstände zwischen den Regelblutungen sehr lange oder bleiben sie völlig aus (Amenorrhoe), findet meist kein Eisprung statt. Gerade hier, so der BVF, sei eine frauenärztliche Beratung unumgänglich. Möglicherweise sei der biologische Rhythmus einfach noch nicht so weit, es könnten aber auch Erkrankungen und Veränderungen an der Gebärmutter und den Eierstöcken vorliegen, die therapiert werden können und müssen, betont Professorin Sara Brucker von der Universitäts-Frauenklinik Tübingen.

Solche Veränderungen könnten auch angeboren sein und es unmöglich machen, Kinder zu bekommen, sofern keine Korrektur stattfindet. Die gute Nachricht: »In sehr vielen Fällen können angeborene Veränderungen mit Hilfe von Operationen korrigiert werden, manchmal muss später noch die Kinderwunschmedizin unterstützen; dann wird der Wunsch, ein Kind zu bekommen, Realität«, weiß die Professorin zu beruhigen.

Keine Regelblutung durch Essstörung

Eine ausbleibende Regelblutung kann jedoch auch durch Essstörungen ausgelöst werden. »Sehr früh fangen manche Mädchen an, Diäten einzuhalten und ihre Nahrungsaufnahme intensiv zu kontrollieren, weil sie sich sonst zu dick, zu unansehnlich, zu unsportlich oder nicht genug anerkannt fühlen«, weiß Privatdozent Dr. Michael Stephan von der Klinik für Psychosomatik der Medizinischen Hochschule Hannover. Bei Mädchen, die über einen längeren Zeitraum zu wenig Energie zu sich nehmen, könne die Menstruation auch schon bei normalem Gewicht ausbleiben. Dann entscheide der Körper, dass nicht genug Energie vorhanden ist, um eine Schwangerschaft durchzustehen und stellt den Zyklus ein.

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