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Neue Studie

Wassergeburten sind sicher

Wassergeburten bringen nicht öfter Einlieferungen der Säuglinge auf Spezialstationen mit sich als herkömmliche Geburten. Das zeigte jüngst eine Eine US-amerikanische Studie, deren Ergebnisse in »Obstetrics & Gynecology« veröffentlicht wurden.
Isabel Weinert
30.10.2020  12:00 Uhr

Schon zuvor war eine amerikanische Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass der Aufenthalt im Wasser während der Eröffnungsphase der Geburt bei unkomplizierten und termingerechten Schwangerschaften sicher ist, Schmerzen lindert und die Dauer der Wehen verkürzt.

Nun wurde der Effekt während der Austreibungs- und Pressphase näher untersucht. Nach einer Wassergeburt wurden 2,9 Prozent der Kinder in Neugeborenen-Intensiv- oder Spezialstationen aufgenommen. Mit 8,3 Prozent waren es in der Kontrollgruppe mit herkömmlicher Geburt deutlich mehr. Fand nur die Eröffnungsphase im Wasser statt, ergab sich kein Unterschied zur Kontrollgruppe.

Ein positiver Nebeneffekt der vollständigen Wassergeburten: Dammrisse traten nur halb so häufig auf wie bei normalen Geburten. Perinatologin Dr. Lisa Saul: »Frauen sind oft dankbar für die Möglichkeit der Geburt im Wasser. Viele sind überrascht von dem fehlenden Beckendruck und dem Gefühl, dass das Baby herausgleitet. Diese Studie bestätigt, dass Wassergeburten, die nach einem strengen klinischen Protokoll durchgeführt werden, mindestens so sicher sind wie herkömmliche Geburtsmethoden.«

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