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HIIT, Tabata, Pilates

Welche Sportart für wen geeignet ist

Auf ins Fitnessstudio! Vielleicht nehmen auch Sie diesen Vorsatz mit ins neue Jahr. Und sind beim Studieren des Kursplans voller Fragezeichen. Was ist was? Und vor allem: Was passt zu mir?
dpa
10.01.2023  14:00 Uhr
Welche Sportart für wen geeignet ist

Vielleicht wollen Sie sich fitter fühlen. Etwas gegen die Rückenschmerzen tun, die sich nach langen Schreibtischtagen melden. Oder Muskeln definieren, ein paar Kilogramm Gewicht verlieren. Es gibt viele Gründe, in den Sport einzusteigen. Und mindestens genauso viele Varianten, wie ein Training aussehen kann. Denn die Kurspläne von Fitnessstudios bieten ordentlich Auswahl. Und oft weiß man auf den ersten Blick gar nicht, was genau im Kursraum zu erwarten ist. Ein Überblick:

Hochintensives Intervalltraining (HIIT)

HIIT ist eine bestimmte Art und Weise des Trainings. Intervalltraining heißt dabei: Man absolviert bestimmte Übungen für eine bestimmte Zeitspanne, die zwischen 30 Sekunden und fünf Minuten liegt. Das können zum Beispiel Burpees sein – eine Übung, die Kniebeuge, Liegestütz und Strecksprung kombiniert.

Nach der Übungsphase folgt eine Pause, die bei HIIT allerdings nur kurz ausfällt. »Die Intensität bleibt dauerhaft relativ hoch und in den Pausen wird sich nicht vollständig erholt«, beschreibt Elisabeth Graser. Sie ist selbst Fitnesstrainerin und doziert an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Saarbrücken. HIIT trainiert damit die Ausdauer, aber auch die Kraft. »Wer hier mitmacht, will hauptsächlich ein bisschen Gewicht verlieren, Fett abbauen, den Körper straffen – was dieses Training wirklich gut unterstützen kann«, sagt Graser.

Für wen es sich eignet: Mit der Beschreibung »hochintensiv« im Namen ist schon klar: HIIT ist kein Spaziergang. Für den Einstieg ist das schweißtreibende Workout dann auch eher nichts. »HIIT kommt ursprünglich aus dem Spitzensport«, sagt Graser. Eine gewisse Grundfitness brauche es also – und eine gute Körperwahrnehmung, damit man die Übungen auch korrekt ausführt.

Tabata

»Tabata ist eine Unterform von HIIT«, sagt Graser. Und zwar eine mit klaren Regeln, was die Dauer von Übungen und Pausen angeht: 20 Sekunden Höchstleistung, 10 Sekunden Pause und das alles achtmal. Übungen sind Sprints, Sprünge, aber auch Burpees.

Der Name geht übrigens auf den japanischen Sportwissenschaftler Izumi Tabata zurück. 1996 kam er in einer Studie mit olympischen Eisschnellläufern zu dem Fazit, dass ihre Leistung durch Tabata-Training enorm gesteigert werden kann.

Für wen es sich eignet: Auch wenn die Intervalle erstmal kurz klingen, Tabata hat es in sich – und ist damit für Anfänger nicht die beste Wahl. »Wenn, dann sollte man vorsichtig einsteigen«, sagt Graser.

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