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Corona-Schnelltests

Wer erhält noch kostenlose Antigentests?

Wie gehabt archivieren Apotheken alle Einverständniserklärungen zur Durchführung der Tests, die personenbezogenen Daten und Rechnungen über die beschafften Tests bis zum 31. Dezember 2024. Hier muss auch der Testgrund notiert werden. Zudem müssen Informationen wie Öffnungszeiten und durchführende Personen je Tag sowie die Anzahl der Tests ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt aufbewahrt werden. Bis zum 31. Dezember 2022 sind die Nachweise der Meldungen an das zuständige Gesundheitsamt der positiven Testergebnisse aufzubewahren.

Was sollen Corona-Tests künftig kosten?

Wie teuer Tests für die Selbstzahler werden, wird sich noch zeigen. Apotheken werden nach Informationen der Pharmazeutischen Zeitung (PZ) einen Preis zwischen 11,50 und 30 Euro je Schnelltest ansetzen. Zuletzt gingen Angebot und Nachfrage auch wegen immer mehr Impfungen zurück. So waren auf einem Info-Portal zeitweise 6000 Apotheken zu finden, die Tests anbieten – inzwischen sind es noch 4400.

Die ABDA hat vorgeschlagen, Testangebote in Praxen und Apotheken zu bündeln. Denn wegen des Raum- und Personalaufwands sei das Angebot nur zu akzeptablen Kosten möglich, wenn auch genügend Tests nachgefragt würden.

Für durchgeführte Point-of-Care-Antigenschnelltests, die in der Testverordnung geregelt sind und erstattet werden, erhalten Apotheken weiterhin 8 Euro pro Abstrich und zusätzlich eine Pauschale von 3,50 Euro für die Erstattung der Sachkosten. Bei der Überwachung von Antigentests zur Eigenanwendung gibt es weiter 5 Euro je Testung zuzüglich 3,50 Euro pauschale Erstattung der Sachkosten. Auch die Abrechnung der Testkosten für Personen, die nach der Testverordnung Anspruch auf Coronavirus-Schnelltests haben, ändert sich nicht. Apotheken rechnen die Testkosten wie gehabt einmal monatlich über die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung (KV) ab.

Welche Argumente gegen kostenpflichtige Tests gibt es?

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen warnt, die Umstellung komme zu früh. »Ohne Gratistests werden wir weniger Testergebnisse bekommen, mehr Infektionen werden unerkannt bleiben«, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. »Wir laufen in eine Schattenpandemie.« Statt kostenlose Tests zu streichen, sollten sie mit der Impfkampagne verknüpft werden. »Wer eine Impfberatung annimmt, sollte im Gegenzug einen Gratistest bekommen.« So oder so sind für den Bund erhebliche Kosten zusammengekommen. Allein seit Beginn einer separaten Erfassung der »Bürgertests« durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung Anfang Juli wurde mehr als eine halbe Milliarde Euro dafür abgerechnet.

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