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Klima

Wetterlage beeinflusst Schlaganfall-Gefahr

Neurologen fanden zusammen mit Klimaforschern heraus, dass das Wetter das Risiko beeinflusst, einen Schlaganfall zu erleiden. Es gibt konkrete Zusammenhänge.
Annette Immel-Sehr
22.11.2019
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Zunächst war es nur ein Gefühl der Neurologen am Universitätsklinikum Augsburg (UKA), »dass sich bestimmte Schlaganfälle an manchen Tagen häuften«, berichtet Privatdozent Dr. Michael Ertl. »Diese Häufungsphänomene sind vielen Schlaganfall-Neurologen bekannt, sodass wir die Vermutung hatten, dass das auch mit Wettereinflüssen zu tun haben könnte.«

Die Mediziner schauten sich zusammen mit Klimaforschern am Lehrstuhl für Geographie an der Universität Augsburg über zehn Jahre 17.989 Fälle genauer an und fanden konkrete Zusammenhänge von bestimmten Wetterlagen und Schlaganfällen. So steigt das Risiko für einige Schlaganfall-Subtypen bei trocken-warmen Luftmassen, wohingegen trocken-kalte Luftmassen mit einem signifikant geringeren Auftreten von Hirnblutungen verbunden waren.

Die Suche nach den pathophysiologischen Zusammenhängen stellte sich als äußerst komplex und schwierig heraus und ist noch nicht abgeschlossen. Ziel der Studie war es, dazu beizutragen, dass sowohl Patienten als auch Krankenhäuser rechtzeitig geeignete vorbeugende und behandelnde Maßnahmen treffen können.

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