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Grüne Straßen

Wie Bäume bei Depressionen helfen

Straßenbäume im direkten Lebensumfeld könnten das Risiko für Depressionen reduzieren. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Universität Leipzig (UL) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU).
Annette Immel-Sehr
05.02.2021  08:30 Uhr

Die Forscher prüften den Zusammenhang zwischen Antidepressiva-Verordnungen und der Anzahl der Straßenbäume in unterschiedlichen Entfernungen von den Wohnorten der Menschen. Dazu setzten sie die Daten von fast 10.000 erwachsenen Einwohnern der Stadt Leipzig mit räumlich genauen Daten zu Straßenbäumen in Beziehung. Weitere für Depressionen bekannte Faktoren wie etwa Beschäftigungsstatus, Geschlecht, Alter und Körpergewicht wurden aus den Ergebnissen herausgerechnet.

Das Fazit: Je mehr Bäume – unabhängig von der Baumart – in unmittelbarer Umgebung des Hauses (weniger als 100 Meter Entfernung) standen, desto weniger Antidepressiva wurden verordnet. Straßenbäume in städtischen Wohngebieten zu pflanzen, könnte demnach eine effektive und preiswerte naturbasierte Lösung sein, um Depressionen zu bekämpfen. Es käme zudem dem lokalen Klimawandel und der biologischen Vielfalt zu Gute, resümieren die Wissenschaftler. 

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