PTA-Forum online
Mehr als einkaufen gehen

Wie man in der Corona-Krise helfen kann

Die Corona-Krise trifft nicht alle Menschen gleich. Während die einen fast normal weiterleben und manche sich zu Hause langweilen, brauchen die anderen gerade jetzt Unterstützung. Von tagesfüllenden Aufgaben über kleine Erledigungen bis zur Hilfe in wenigen Minuten ist für alle etwas dabei. Eine Übersicht, wem wie geholfen werden kann.
dpa
01.04.2020
Datenschutz

Krankenhäuser

Gerade jetzt wird in Krankenhäusern und Arztpraxen jede Hand gebraucht. Medizinstudenten oder Mediziner in Rente können in zahlreichen Einrichtungen helfen - ob am Telefon oder in der Notaufnahme. Die Website »Medis vs Covid19« listet mehr als 300 Einrichtungen in Deutschland und Österreich auf, die noch Unterstützung suchen. Und wer medizinisch nicht bewandert ist, kann mit einer Blutspende helfen: Blut und Blutplasma werden weiterhin dringend gebraucht.

Menschen aus Risikogruppen

Die eigenen vier Wände zu verlassen, kann für Menschen mit Vorerkrankungen oder Ältere gefährlich sein. In vielen Gegenden gibt es deshalb bereits Nachbarschaftshilfen. Gesucht wird oft jemand, der den Einkauf übernimmt. Manch einer bittet aber auch, mit dem Hund Gassi zu gehen. Gesuche gibt es etwa bei »Quarantänehelden«, »Nebenan« oder »Wir gegen Corona«

Obdachlose und Bedürftige

Weil viele Helfer derzeit wegfallen und Einrichtungen geschlossen bleiben, sucht die Tafel Menschen, die Essen verpacken und ausliefern. Auch Lebensmittelspenden sind willkommen. In vielen Städten gibt es außerdem sogenannte Gabenzäune, an denen Menschen in Tüten verpacktes Essen, Kleidung und Hygieneprodukte für Bedürftige zur Verfügung stellen. Standorte kann man im Internet finden.

Wer in der Nachbarschaft einen Gabenzaun einrichten möchte, sollte daran denken, ein Schild zu basteln und in Aushängen auf den Zaun aufmerksam zu machen.

Schüler

Geschlossene Schulen bedeuten für Millionen Schüler, dass sie alleine lernen. Studierende können deshalb per Videochat helfen, die Lerninhalte zu verstehen und die Hausaufgaben zu erledigen – zum Beispiel über die Plattform »Corona-School«

Geschäfte und Unternehmen

Gerade für kleine Unternehmen kann die Ladenschließung existenzbedrohend sein. Viele rufen deshalb dazu auf, online von kleinen Betrieben zu kaufen oder in Cafés und Restaurants Essen zum Mitnehmen zu bestellen. Und auch geschlossene Geschäfte, Clubs und Theater können finanziell unterstützt werden: das Portal »Lokalsupport« bietet Gutscheine, die später eingelöst werden können. 

Mehr von Avoxa