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Pinzette, Karte, Schlinge

Wie man Zecken richtig entfernt

Oh Schreck, es ist klein, schwarz und saugt mein Blut! Wer auf der Haut eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst rasch entfernen. Ein Experte erklärt, wie das geht.
dpa
21.06.2021  16:30 Uhr

Der Zecken-Experte Gerhard Dobler bevorzugt zum Entfernen der Tiere feine Splitterpinzetten. «Mit der Pinzette fasse ich die Zecke nah an der Haut und ziehe sie raus», erklärt der Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für FSME am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München. Prinzipiell gehe das auch mit einer handelsüblichen Pinzette aus dem Nagel-Pflege-Set.

Weitere gängige Hilfsmittel sind zum Beispiel die Zeckenkarte oder eine Schlinge. Dobler zufolge gibt es auch elektrische Zeckendreher. Und welches nimmt man nun? «Jeder sollte das Hilfsmittel nehmen, mit dem er am besten umgehen kann», gibt sich der Fachmann diplomatisch. Wichtig sei vor allem, die Zecke direkt unter der Haut anzufassen.

Zurückbleibender Zecken-Stachel kein Problem

Bleibt beim Rausziehen ein kleiner schwarzer Punkt in der Haut, ist das kein Grund zur Beunruhigung. »Das ist nur der Stachel«, sagt Dobler. Und der sei nicht infektiös. Borrelien oder FSME-Viren werden von ihm allein, ohne den Zeckenkörper, nicht weitergegeben. Darum sollte man auch nicht versuchen, den Stachel mit einem Nagel oder anderen Hilfsmitteln herauszukratzen. Das führt höchstens zu einer Wundinfektion. Stattdessen einfach abwarten: »Die Haut stößt den Stachel innerhalb weniger Tage von selbst ab.«

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