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Lidrandpflege und künstliche Tränen

Wieder feuchte Augen kriegen

Wer mehrmals täglich tropfen muss, sollte auf Tränenersatz mit modernen Konservierungsmitteln wie Polyquad, Polyhexanid oder Substanzen wie Oxyd oder Purite, die bei Kontakt mit Tränenflüssigkeit oder Tageslicht in pharmakodynamisch inerte Substanzen zerfallen, zurückgreifen. Eine gute Alternative sind konservierungsmittelfreie Produkte, die an Namenszusätzen wie O.K., SINE, SE, UD, EDO erkennbar sind. Dies gilt auch für Träger weicher Kontaktlinsen, in denen sich Konservierungsmittel anreichern und die Hornhaut schädigen können.

Sogenannte COMOD-, Safe-Drop- oder Airless-System-Augentropfenbehälter kommen auch als Mehrdosenbehälter ohne Konservierung aus. Sie funktionieren mit einer speziellen Luftführung, sodass keine Außenluft und damit auch keine Keime ins Flascheninnere angesaugt werden (zum Beispiel Hylo-Comod®, Lac-Ophthal®system, Artelac Splash MDO). Für konservierte Augentropfen, vor allem mit Benzalkoniumchlorid, gilt die Empfehlung »Maximal viermal täglich!«. Der antibakterielle Stoff verringert nämlich selbst die Stabilität des Tränenfilms und kann bei längerer Anwendung ein trockenes Auge verschlimmern, zu Hornhaut-Schäden führen und gelegentlich auch Allergien auslösen.

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