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Studie bestätigt

Yoga macht Brustkrebstherapie erträglicher

Yoga kann die allgemeine Lebensqualität von Frauen während einer Brustkrebstherapie erhöhen und den Umgang mit Nebenwirkungen erleichtern. Das konnten Wissenschaftler nun anhand einer systematischen Übersichtsarbeit bestätigen.
Wiebke Gaaz
17.11.2022  13:30 Uhr

Brustkrebs ist eine der am häufigsten diagnostizierten Krebsarten bei Frauen. Die Therapien bedeuten für diese Frauen meist eine große physische und psychische Belastung.

Die Forscher um Studienleiter Andrew Newberg vom Department of Integrative Medicine and Nutritional Sciences von der Thomas Jefferson University Philadelphia sind zu dem Schluss gekommen, dass Yoga belastende Symptome reduzieren kann, ohne die Wirkung der Krebstherapie zu beeinträchtigen. Sie haben mittels einer Literaturrecherche 28 Studien ausgewählt und diese auf ihre Ergebnisse bezüglich des Nutzens von Yoga für Frauen, die sich in einer Behandlung befanden, untersucht.

Die Mehrheit der Studien zeigte eine signifikante Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität und in speziellen Aspekten wie Erschöpfung, Übelkeit, Schlafqualität, Ängste und Depressionen. Auf physiologischer Ebene würden diese Wirkungen über eine verbesserte Funktion des Parasympathikus vermittelt sowie über eine Reduzierung zirkulierender Stresshormone, so die Wissenschaftler. Beides moduliere die Stressantwort des Körpers, erhöhe die Schmerztoleranz und unterstütze die Stimmungsregulation, erklärten sie.

Yoga kann nach Ansicht der Forscher eine potenzielle Option für das Nebenwirkungsmanagement bei Krebstherapien darstellen. Es könne zudem die Lebensqualität und die Adhärenz erhöhen. Es sind aus Sicht der Experten jedoch zukünftige Studien mit definierten und einheitlichen Methoden notwendig, um den Einsatz von Yoga bei Brustkrebspatientinnen umfassend zu evaluieren.

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