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Expopharm Impuls

Zukunftschancen für engagierte PKA

Die PKA der Zukunft macht deutlich mehr aus als nur Wareneingang. PKA können als Assistenz der Geschäftsführung, als Chefeinkäufer und Spezialisten für Warenwirtschaft zum wirtschaftlichen Erfolg der Apotheke beitragen und Apothekeninhaber von zahlreichen administrativen Aufgaben entlasten. Zu diesem Schluss kam die Diskussionsrunde über die Zukunftschancen von PKA auf der diesjährigen Expopharm Impuls. 
Julia Endris
16.10.2020  10:00 Uhr

Dass engagierte PKA trotz eines Mangels an Weiterbildungsangeboten weit kommen können, beweist die Teamleiterin fürs Backoffice und Chefeinkäuferin Anja Löst, die die Runde moderierte und in zwei Berliner Apotheken arbeitet. Auch die Offizin-Managerin und Einkaufsleiterin Katja Mauthe aus Konstanz sowie Vanessa Meiler aus Wesel, die sich bei der Apothekengewerkschaft Adexa ehrenamtlich für PKA einsetzt, haben es in ihrem Beruf weit gebracht. Gemeinsam mit dem Apotheker Stephan Torke, Inhaber der Grund Apotheke in Freital bei Dresden, haben sie über die Zukunftsperspektiven der PKA in der Apotheke diskutiert. 

Alle PKA in der Expopharm-Runde eint eines: Sie sind engagiert, sie haben sich weitergebildet und sich neue Kompetenzen angeeignet. Alle empfehlen, an Aus- und Fortbildungen aus den Themen Betriebswirtschaftslehe (BWL), Warenwirtschaft (WaWi) und Einkauf teilzunehmen. Ebenfalls bringen Schulungen zur Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation sowie zum Team-Building  PKA im Beruf und auch persönlich weiter, wissen die PKA der Runde aus eigener Erfahrung.

Auch Bücher können helfen, oder (selbst gestellte) Aufgaben in der Apotheke, sich beruflich fortzubilden. Eine Frage könnte lauten: »Wie kann ich den Rohertrag in der Warengruppe xy steigern?« So können sich PKA durch das Lösen praktischer Fragestellungen in der Apotheke neues Wissen aneignen.

Für Anja Löst sind außerdem Personalentwicklung und Führung sowie die Kooperation und Transparenz  entscheidende Bausteine, die PKA befähigen, zum wirtschaftlichen Erfolg der Apotheke beizutragen.

Alle PKA der Diskussionsrunde tauschen sich zudem regelmäßig in Communities aus, beispielsweise auf Facebook . Auch hier könne man sich hilfreiche Tipps und Unterstützung von Kollegen holen.

Es gibt Entwicklungsbedarf – bei Apotheken und PKA

Ebenfalls ein wichtiger Aspekt, der momentan in Apotheken nicht selbstverständlich ist: PKA brauchen Einblick in wirtschafte Kennzahlen, um den Einkauf und Warenwirtschaft managen zu können. »Eine Transparenz in die Zahlen nutzt dem gesamten Team, um wirtschaftliche Ziele zu erreichen«, argumentiert Apothekeninhaber Stephan Torke. Er kommuniziere diese Zahlen im gesamten Team, damit seine Mitarbeiter nicht im Nebel fahren und wissen, wie sich ihr Engagement auf Umsatz und Ertrag auswirkt. Auf unsere Nachfrage erklärt Torke, dass aus seiner Erfahrung jedoch momentan nur ein kleiner einstelliger Prozentsatz der Apothekenleiter die Zahlen im Team oder einzelnen Mitarbeitern offenlege.

Auch Löst moniert, dass nach wie vor die wirtschaftliche Transparenz in den Apotheken fehlt. Denn in der Praxis seien wirtschaftliche Kennzahlen den PKA meist nicht bekannt. Auch hätten viele PKA fortschrittliche und wirtschaftliche Ideen, dürften diese jedoch nicht einbringen. »Auch wollen einer Umfrage zufolge 52 Prozent der Apotheken gar nicht ausbilden – dann ist es kein Wunder, wenn irgendwann der Nachwuchs fehlt«, so Löst weiter.

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