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Avacopan und Sotorasib

Zwei neue Wirkstoffe im Februar 

Neues Lungenkrebsmedikament

Der neue Wirkstoff Sotorasib (Lumykras®, Amgen) kommt bei erwachsenen Lungenkrebspatienten zum Einsatz. Zugelassen ist er beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit der KRAS-G12C-Mutation, wenn nach mindestens einer vorherigen systemischen Therapie eine Progression der Erkrankung eingetreten ist. Die benannte Mutation muss vor Behandlungsstart mittels eines Tests nachgewiesen worden sein.

Sotorasib bindet kovalent und irreversibel an das KRAS-Protein mit G12C-Mutation. Das führt zur Blockade von Signalübertragungen und letztlich zur Hemmung des Zellwachstums und zur Förderung der Apoptose von Tumorzellen. Das KRAS-Protein ist eine GTP-ase und keine Kinase. Daher ist Sotorasib auch kein Kinasehemmer, als welcher die Substanz manchmal bezeichnet wird.

Die empfohlene Dosis beträgt einmal täglich acht Filmtabletten zu je 120 mg Wirkstoff, also 960 mg. Bei Auftreten bestimmter Nebenwirkungen muss die Dosierung gegebenenfalls reduziert oder das Arzneimittel komplett abgesetzt werden. Die Einnahme kann mahlzeitenunabhängig erfolgen.

Nicht empfohlen wird die gleichzeitige Anwendung mit einem Protonenpumpeninhibitor (PPI) oder einem H2-Rezeptorantagonisten. Ein lokal wirkendes Antazidum kann gegeben werden, allerdings sollte Sotorasib in diesem Fall entweder vier Stunden vorher oder zehn Stunden nachher eingenommen werden. Starke CYP3A4-Induktoren sollten nicht gleichzeitig mit Sotorasib gegeben werden.

Vor Therapiestart und danach in regelmäßigen Abständen ist die Leberfunktion der Patienten zu überprüfen. Zudem sollten Patienten auf neue oder sich verschlechternde, die Lunge betreffende Symptome überwacht werden. Sehr häufig kommt es unter Lumykras zum Beispiel zu Durchfall, Übelkeit und Fatigue.

In Schwangerschaft und Stillzeit und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird eine Therapie mit Sotorasib nicht empfohlen. 

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